Unser Wohnheim

Das Studentenwohnheim, in dem wir leben, wird von Schwestern geleitet und bietet ausschließlich Mädchen einen Wohnort.
Das Gelände ist ummauert und teils mit Stacheldraht und Zäunen gesichert (so wie eigentlich alle Gebäude hier, die keine Geschäfte sind). Alle Mädchen müssen sich mit Uhrzeit und vollständigem Namen aus einer Liste aus- und auch wieder eintragen, wenn sie das Gelände verlassen und wieder betreten. Man kann kommen und gehen, wann man möchte, doch die Tür kann nur geöffnet werden, wenn das Mädchen, das gerade auf die rein- und rausgehenden achten muss, einen Summer betätigt, der die Tür öffnet. Außerdem gibt es auch mehrere Kameras inner- und außerhalb der Gebäude.

Es gibt drei Mahlzeiten pro Tag (alle warm, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist). Das Besteck muss sich jeder selber kaufen, denn es werden „nur“ Teller und Becher bereit gestellt. Nach jeder Mahlzeit wäscht jeder seinen Teller mit Wasser ab und danach werden diese in einer Maschine heiß abgespült. Das Besteck wird sofort anständig abgespült, in die jeweilige „Besteck-Tasche“ getan und für das nächste Essen bereitgelegt.

Speisesaal

Außerdem ist in der Küche der einzige Wasserhahn, aus dem man Wasser trinken kann. So muss man sich nicht immer literweise Wasser kaufen und spart auch noch Plastik dadurch, denn hier gibt es kein Pfandsystem.

In jeder Etage (drei Stück) gibt es einen Waschraum und dazu eine Möglichkeit seine Kleidung aufzuhängen.

Waschraum

Für Spülmittel und andere notwendige Utensilien, die man zum Waschen und Aufhängen benötigt, ist man selbst zuständig. Das Wasser und die Räume werden jedoch frei zur Verfügung gestellt.
Jedes Zimmer hat zwei Betten, Schränke, Schreibtische und ein kleines Bad, das aus einer Dusche und Toilette besteht. Das Waschbecken ist offen im Raum.
Leah und ich (Annika) teilen uns jeweils ein Zimmer mit einer Mexikanerin. Leahs spricht fließend Englisch, ist aber bisher nur wenig da gewesen. Meine kann nur ein paar Brocken Englisch, weshalb wir uns mit Händen und Füßen, Übersetzungen aus dem Internet und (von meiner sowie Leahs Seite aus [noch] brüchigem) Spanisch verständigen müssen. Doch bisher hat alles gut geklappt :).

Ein kleiner Sportplatz ist auch auf dem Gelände, allerdings parken dort die meiste Zeit Autos drauf. Es gibt jeweils zwei Fußballtore und Basketballkörbe.

Sportplatz

Leah und ich wurden nun schon öfters von ein paar Mädchen eingeladen, mit ihnen Fußballzuspielen, was wir gerne angenommen haben, doch es hat leider bisher nur zweimal geklappt :(. Dafür haben wir uns den Ball (ein etwas flauer Volleyball) ein paar Mal zu zweit ausgeliehen :).

Die Mädchen hier im Wohnheim (und nicht nur sie, sondern auch die Leute auf der Straße und in den Autos) schauen uns an und verstummen teilweise, wenn wir den Raum betreten. Es ist immer noch ein komisches Gefühl, so aufzufallen. Aber mittlerweile trauen sich immer mehr Mädchen uns anzusprechen und an ihren Tisch zu winken.
Schon in den ersten Tagen kam ein aufgewecktes Mädchen zu uns (die, die uns zum Fußballspielen eingeladen hat). Sie spricht nur spanisch und meinte, dass sie uns die Basics der spanischen Sprache beibringen wird :).
Bisher haben wir nur zwei getroffen, die gut Englisch sprechen, die anderen können entweder keines oder nur ein paar Wörter (auch haben wir bisher keine englischsprechende Schwester gefunden).

~Annika

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